Die Dachsteingletscher im Klimawandel.

Der aktuelle Stand der Wissenschaft.

TEMPERATUR

-9.5°

LUFTFEUCHTE

82%

WIND

SW - 27 Km/h

Niederschlagswerte

0 mm/h

DATUM

23.01.21

UHRZEIT

12:57

statistics
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GLETSCHERTAGEBUCH

Aktuelle Infos über unsere Tätigkeiten am Gletscher, Besonderheit, Wetterverhältnisse

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DAS PROJEKT

BlueSky und Mountainresearch Innsbruck arbeiten gemeinsam am Dachstein

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ERGEBNISSE

Wissenschaftliche Zahlen und Fakten über den Dachsteingletscher

 
WETTERSTATION
 
WETTERSTATION

WETTERSTATION

Ein wichtiger Baustein bei der Berechnung der Massenbilanz sind klimatologische Daten. Zu diesem Zweck ist seit September 2007 bei der Simonyhütte (www.simonyhuette.at) eine automatische Wetterstation in Betrieb.

Die Station mißt permanent Temperatur, Luftfeuchte sowie Windgeschwindigkeit und Windrichtung. Die Daten werden von einem Datenlogger zwischengespeichert, aufbereitet und über das W LAN der Simonyhütte in das Büro von Blue Sky (www.blueskywetter.com) weitergeleitet. So ist es möglich einerseits die Datenqualität zu überprüfen und den laufenden Betrieb der Wetterstation zu überwachen.

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Die Wetterstation ist ein Produkt der Fa. Sommer (www.sommer.at) und ist mit einem Young Windsensor bestückt. Der zwangsbelüftete Sensor ist ein Produkt der Fa. Kroneis. Wir danken Michi Haid (Pächter der Simonyhütte) für die Zurverfügungstellung der Resourcen (Stromanschluß, Internetanschluß). Zukünftig ist auch geplant die Wetterdaten aktuell auf der Projekthomepage darzustellen. Auf dem Übersichtsbild ist rechts neben der Kapelle (roter Kreis) der Standort der Wetterstation markiert.

ECHTZEITMASSENBILANZ HALLSTÄTTER-GLETSCHER

Die folgende Abbildung zeigt die Gesamtmassenbilanz für den Hallstätter-Gletscher für das aktuelle hydrologische Jahr, welches mit 1. Oktober beginnt und am 30. September des Folgejahres endet. Die Bilanz wird bis zum Vortag gerechnet und täglich aktualisiert. In der Abbildung ist der zeitliche Verlauf der kumulierten (über den Zeitraum aufsummierte) Akkumulation, Ablation und Massenbilanz dargestellt. Die Akkumulation (blau) zeigt den Massengewinn des Gletschers durch z.B. Schneefall und Resublimation von Wasserdampf. Die Ablation (rot) ist der Massenverlust durch Schmelzen und Abfließen des Wassers, sowie Sublimation. Aus der Summe von Akkumulation und Ablation ergibt sich schließlich die Massenbilanz (grün).

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Bei den gezeigten Werten handelt es sich um Berechnungen basierend auf einem sogenannten Gradtag- Modell. Dieses Modell verwendet die örtlich gemessenen Wetterdaten (Tagesmitteltemperatur und täglichen Niederschlag), um Akkumulation, Ablation und in Folge dessen auch die Massenbilanz abschätzen zu können. Es handelt sich also hierbei um keine direkten Massenbilanzmessungen am Gletscher, aber damit das Modell für den Hallstätter Gletscher realistische Werte liefert, musste es erst mit vor Ort Messungen der Massenbilanz kalibriert werden.
Die Ablation und die Akkumulation unterliegen natürlichen saisonalen Schwankungen. Während der Gletscher im Winterhalbjahr eine Schneedecke aufbauen kann, schmilzt diese im Sommer zumindest zum Teil wieder ab. Interessant ist die Massenbilanz am Ende des Gletscherjahres bzw. der Zeitpunkt der Bilanzumkehr (von positiv auf negativ, falls vorhanden). Ist die Bilanz bis zum Ende des Gletscherjahres positiv, so hat der Gletscher über das Jahr an Masse zugelegt und ist gewachsen. Ist sie dagegen negativ, so ist der Gletscher geschrumpft.
Die Änderungen am Gletscher sind in mm w.e. (Millimeter Wasseräquivalent) dargestellt und ist damit nicht gleichzusetzen mit der Änderung der Schnee- oder Eisdicke am Gletscher! Schmilzt man z.B. 1 Meter Neuschnee, so würde das Schmelzwasser bei einer mittleren Schneedichte von 100 kg/m3 auf einer Fläche von 1 m2 somit 100 mm hoch stehen (also 100 mm w.e. ausmachen, wobei die eigentliche Höhenänderung 1000 mm wäre). Zum Vergleicht: nach dem schmelzen von 1 Meter Gletschereis mit einer Dichte von 900 kg/m2 würde auf einer Fläche von 1 m2 das Schmelzwasser 900 mm stehen (900 mm w.e.).

Hallstätter-Gletscher
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MB-WERT »
Im Mittel wird der Hallstätter Gletscher um 12 Meter/Jahr kürzer.
 
JAHRE »
Seit 180 Jahren wird am Dachstein wissenschaftliche Forschung betrieben. Es begann mit Friedrich Simony um 1840, das aktuelle Projekt läuft seit 2007
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Wasserverlust in »
Millionen M3
Jährlicher Netto Wasserverlust des Gletschers in den letzten 12 Jahren
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JAHRESNIEDERSCHLAG »
In den unteren Bereichen des Gletschers wird die Eisdecke jährlich und 4-5 Meter dünner!

GLETSCHERTAGEBUCH




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